13.05.2020

Gut gerüstet für den weiteren Jahresverlauf

Auf der Basis eines soliden 1. Quartals gut gerüstet für den weiteren Jahresverlauf 2020

  • Steigender Umsatzanteil der Medizin-, Labor- und Lebensmitteltechnik
  • Solide Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung um rein vorsorgliche Covenant
  • Aussetzung ergänzt - Finanzprognose 2020

 

Gelsenkirchen, 13. Mai 2020 – Die Masterflex Group konnte im 1. Quartal 2020 – wie bereits am 27. April 2020 vorab gemeldet – einen weitgehend stabilen Geschäftsverlauf verzeichnen und den Umsatz mit 20,5 Mio. Euro fast auf Vorjahresniveau (21,1 Mio. Euro) halten. Wichtige Stütze waren weiter wachsende Umsätze in der Medizin-, Labor- und Lebensmitteltechnik. Verantwortlich für das leichte Minus waren die mehrwöchige Schließung der Produktion in China aufgrund der COVID-19-Pandemie sowie die bereits im 4. Quartal 2019 zu beobachtende Nachfrageabschwächung bei Automotive und Maschinenbau. In der heute veröffentlichten Quartalsmitteilung Q1/2020 weist die Masterflex Group ein operatives EBIT von 2,1 Mio. Euro aus, das damit auf dem Niveau des Vorjahresquartals gehalten werden konnte, nicht zuletzt aufgrund der im 4. Quartal 2019 erfolgreich umgesetzten Optimierungen und Kosteneinsparungen. Die EBIT-Marge lag im 1. Quartal 2020 bei 10,0 % nach 9,8 % im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis verbesserte sich leicht von 1,2 Mio. Euro auf 1,3 Mio. Euro. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie für den Drei-Monatszeitraum 2020 von 0,14 Euro nach 0,13 Euro in Q1/2019. Der operative Cashflow ist auf 0,9 Mio. Euro gestiegen nach -0,1 Mio. Euro im Vorjahr.

 

Für den weiteren Geschäftsverlauf in den nächsten Quartalen und die entsprechende Finanzprognose für das Geschäftsjahr 2020 geht Masterflex von einem U-förmigen Verlauf der COVID-19-Auswirkungen auf die Wirtschaft aus. Für das 2. und 3. Quartal 2020 erwartet die Masterflex Group somit die stärksten Auswirkungen auf die eigene Geschäftsentwicklung. Der Vorstand rechnet erst für das 3. oder vielleicht auch erst 4. Quartal mit einem sich allmählich wieder verbessernden Umfeld. Bis zum Ende des Jahres sollte es dann wieder zu einem Aufschwung nahezu auf Planniveau kommen. Unter dieser Prämisse rechnet Masterflex mit einem Umsatzrückgang zwischen 10 % und 15 % für das Gesamtjahr 2020. Das EBIT wird entsprechend zwischen 2,5 Mio. Euro und 1,0 Mio. Euro auf Konzernebene liegen. Unverändert hält die Masterflex Group an ihrer Mittelfristprognose fest und will bis 2023/2024 organisch auf 100 Mio. Euro Umsatz wachsen und bereits ab 2022 eine dauerhaft zweistellige EBIT-Marge erwirtschaften.

 

Trotz eines im Zuge der Pandemie-Auswirkungen möglichen deutlichen Umsatzrückganges in 2020 ist die Liquidität über die nächsten Quartale auch in diesen Szenarien sichergestellt. Geringeres Investitionsvolumen, Kurzarbeit, Reduzierung des Working Capital, geringere Steuerzahlungen sowie strengste Ausgabendisziplin fangen den möglichen Liquiditätsverlust aufgrund des Umsatzrückgangs weitestgehend auf.

 

Mark Becks, CFO der Masterflex Group: „Wir sind sehr robust aufgestellt für die kommenden Herausforderungen. Dazu tragen auch ein Kassenbestand von derzeit 6,9 Mio. Euro sowie der positiv-intensive Austausch mit den Konsortialbanken bei. Rein vorsorglich haben wir mit unseren Bankpartnern eine Aussetzung des Verschuldungsgrad-Covenants im Konsortialdarlehensvertrag bis Ende Q3/2021 vereinbart. Das gibt uns in möglichen unterschiedlichen Szenarien für den Verlauf der Corona-Krise zusätzliche Sicherheit. Gleichzeitig erwarte ich jedoch, dass wir unsere Verschuldung im weiteren Jahresverlauf nicht oder kaum ausweiten werden. Nur im positiven Fall eines sehr schnellen Hochlaufs der Wirtschaft könnten kurzfristig höhere Liquiditätsbedarfe zur temporären und bedarfsgerechten Erhöhung des Working Capital notwendig werden. Wir werden nach heutigem Stand auch keinen KfW-Corona-Hilfe-Kredit beantragen. Das Instrument der Kurzarbeit bleibt aber eine Option, um schnell und flexibel auf Nachfrage- und Produktionsschwankungen reagieren zu können.“

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